Hier entsteht eine Sammlung an Anleitungen rund um's Raspberry Pi.
Es empfiehlt sich, der jeweils aktuellen Installationsanleitung des Herstellers zu folgen. Hier trotzdem ein paar Tipps, die ich selbst immer mal wieder suche:
ssh auf der ersten Partition anlegenuserconf.txt anlegen. In dieser Datei den Benutzernamen, direkt gefolgt von einem Doppelpunkt und dann dem verschlüsselten Passwort eintragen. Das Verschlüsselte Passwort generieren mit openssl passwd -6nmcli device wifi listsudo nmcli device wifi connect --ask <SSID>Ein Vollständiges Image einer SD Karte belegt erst mal so viel Platz wie die SD Karte gross ist. Das ist unter Umständen viel mehr als der tatsächlich auf der Karte belegte Platz. Kompression mit z.B. GZip hilft da. Damit kann man dann aber nicht mehr direkt auf die Daten zugreifen, ohne das Komprimierte Image wieder zu entpacken.
Die Lösung: Ein mittels SquashFs komprimiertes Image, das gemountet werden kann ohne zu entpacken.
squashfs-tools installiert ist.lsblk -f.mksquashfs ein Quellverzeichnis erfordert. Wir wollen aber kein Verzeichnis komprimieren, daher geben wie ein leeres an.# find the SD card device lsblk -f # create empty directory mkdir /tmp/empty # create SquashFs using the empty directory and reading the SD card directly mksquashfs /tmp/empty rasPi_2026-02-03.squashfs -p 'rasPi_2026-02-03.img f 444 root root sudo dd if=/dev/sdb bs=4k status=progress' -no-progress # create mountpoints mkdir -p /tmp/mnt/container mkdir -p /tmp/mnt/image # mount compressed container and the contained image sudo mount -o ro rasPi_2026-02-03.squashfs /tmp/mnt/container/ sudo losetup -Pf /tmp/mnt/container/rasPi_2026-02-03.img losetup --list | grep container sudo mount -o ro /dev/loop38p2 /tmp/mnt/image/ # unmount everything sudo umount /tmp/mnt/image sudo losetup -d /dev/loop38 sudo umount /tmp/mnt/container
Das Standarddateisystem auf dem RasPi ist ext4. Das etwas modernere BTRFS eignet sich aber auch sehr gut und hat ein paar Vorteile. Dafür kann eine bestehende Installation konvertiert werden.
Voraussetzung: 2 SD Karten (oder USB Sticks) mit Raspberry Pi OS. Eine wird offline konvertiert, die zweite als System benutzt um die Konvertierung durchzuführen. Wenn das System einer SD Karte konvertiert werden soll, braucht es dafür einen USB Kartenleser. Die zu konvertierende Karte muss in einem Schritt extern (über USB) angeschlossen werden während das System von einer anderen Karte oder über USB gebootet wurde.
Ablauf:
sudo apt install btrfs-progssudo systemctl powerofflsblk -flsblk -f Der neu dazu gekommene Datenträger ist der, den wir konvertieren wollen. Die Partition ist aktuell mit ext4 formatiert. In den folgenden Beispielen gehen wir von /dev/sda2 aus. Das kann aber auf deinem System anders sein. Bitte entsprechend anpassen. 😉sudo fsck.ext4 /dev/sda2 Nur fortfahren, wenn es keine Fehler gab.sudo btrfs-convert /dev/sda2sudo mount /dev/sda2 /mnt/sudo rm -r /mnt/ext2_saved und räume das ebenfalls nicht mehr benötigte lost+found von ext4 auf: sudo rm -r /mnt/lost+found@“ verschieben. Da das Rootverzeichnis selbst auch ein Subvolume ist, kann man davon einen Snapshot in sich selbst erstellen. Danach einfach alles ausserhalb des Snapshots löschen:cd /mnt sudo btrfs subvolume snapshot . @ # links löschen: sudo rm bin lib sbin # Verzeichnisse löschen: sudo rm -r boot dev etc home media mnt opt proc root run srv sys tmp usr var
/mnt leer sein, mit Ausnahme des Subvolumes @ natürlich. Darin wiederum sollte sich das ganze System befinden.sudo umount /mntsudo mount -o subvol=@ /dev/sda2 /mntlsblk -f und dann die Datei editieren, z.B. mit vim /mnt/etc/fstab/ von PARTUUID auf UUID ändern und die vorhin angezeigte UUID eintragen. Das Dateisystem von ext4 auf btrfs ändern. Die Optionen gemäss Beispiel ergänzen: proc /proc proc defaults 0 0 PARTUUID=920be9a3-01 /boot/firmware vfat defaults 0 2 UUID=0ba076f5-a8cb-4a1d-b01c-eba081cd3e09 / btrfs defaults,noatime,discard=async,subvol=@ 0 0
chroot ins System „einloggen“ und die InitRd neu generieren:sudo mount /dev/sda1 /mnt/boot/firmware/ sudo mount --bind /dev/ /mnt/dev/ sudo mount --bind /proc/ /mnt/proc/ sudo mount --bind /sys /mnt/sys/ sudo chroot /mnt/ update-initramfs -c -k all exit
/mnt/boot/firmware/cmdline.txt editieren. Hier muss auch die PARTUUID auf UUID angepasst, und entsprechend eingetragen werden. Dazu kommen noch der Dateisystemtyp und die flags dazu. Siehe Beispiel: console=serial0,115200 console=tty1 root=UUID=0ba076f5-a8cb-4a1d-b01c-eba081cd3e09 rootfstype=btrfs rootflags=subvol=@ rootwait cfg80211.ieee80211_regdom=CH
sudo systemctl poweroff Die Standardkonfiguration des RasPi speichert die Journals nicht persistent. Vermutlich soll das die SD Karte schonen. Wenn man aber nachvollziehen will, was vor einem Neustart passiert ist, müssen die Daten natürlich (auf Kosten der Lebensdauer der SD Karte) persistent gespeichert werden.
Die Konfigurationsdatei ist /etc/systemd/journald.conf und eine Beschreibung dazu gibt es mit man journald.conf
Allfällig bereits vorhandene Konfigurationsdateien unter /usr/lib/systemd/journal.conf.c/*.conf müssen entsprechend gelöscht oder auf eine andere Endung als *.conf umbenannt werden, damit sie den Einstellungen in /etc/systemc/journald.conf nicht widersprechen.
Spätestens nach 2 Neustarts müssten mit journalctl --list-boots 2 oder mehr Einträge aufgelistet werden. Es müssten ausserdem Logdaten unter /var/log/journal zu finden sein.
Btrfs nutzt Snapshots um einen den Zustand der Files festzuhalten. Diese lassen sich schnell und Platzsparend anlegen. Und das alles im laufenden Betrieb.
Snapshots sind auch gleichzeitig eigenständige Subvolumes. Bei vielen Linux-Betriebssystemen (wie z.B. bei CachyOS) werden per Default zwei Subvolumes verwendet: Eines für Root und eines für Home. Hier eine Anleitung, wie ein System, welches Btrfs mit nur einem Root-Subvolume, um konvertiert:
ssh raspbian sudo mount /dev/mmcblk0p2 /mnt/ sudo btrfs subvolume snapshot /mnt/@ /mnt/@new_root sudo btrfs subvolume snapshot /mnt/@ /mnt/@home
Hier logge ich mich ein und mounte das Root-Device nochmals auf /mnt. Ziel ist es zwei neue Subvolumes zu erstellen: Eines für das zukünftige Root und eines für home.
ls /mnt/@ cd /mnt/@new_root/ sudo rm -rf home sudo mkdir home cd /mnt/@home sudo rm -rf bin boot dev etc lib media mnt opt proc root run sbin srv sys tmp usr var ls -alh ls -alh home sudo mv home/* sudo rm -rf home
Hier schaue ich in die gemounteten Subvolumes 'rein und lösche was jeweils zu viel ist.
sudo vi /mnt/@new_root/etc/fstab UUID=d1c58f64-016a-4c8d-91a2-43de1298c4ee / btrfs defaults,noatime,discard=async,subvol=@ 0 0 UUID=d1c58f64-016a-4c8d-91a2-43de1298c4ee /home btrfs defaults,noatime,discard=async,subvol=@home 0 0 :wq cd /mnt findmnt | grep btrfs sudo mv @ @old_root findmnt | grep btrfs sudo mv @new_root @
UUID=d1c58f64-016a-4c8d-91a2-43de1298c4ee ist hier nur Beispielhaft. Man soll das UUID verwenden welches der Partition entspricht. Hier wird die Zeile verdoppelt und das Subvolume @home für den nächsten Reboot vorbereitet so, dass dieses als /home verwendet wird.
cd /mnt findmnt sudo mv @ @old_root findmnt sudo mv @new_root @ sudo reboot
Hier wird das alte Subvolume @ zu old_root und @new_root zu @ umbenannt. Mit findmnt sieht man, dass der Kernel kein Problem hat, dies nachzuverfolten und das System stabil weiterlaufen zu lassen.
Mit einem Reboot kommt /etc/fstab zum Zug und mounted das System auf ein Subvolume für Root und eines für Home um.
sudo btrfs subvolume snapshot /mnt/@ /mnt/@root_snap sudo btrfs subvolume list / sudo btrfs subvolume delete /mnt/@root_snap sudo btrfs subvolume delete /mnt/@old_root
Hier nochmal, wie man Snapshots erstellt. Ein Befehl wie man diese auflistet. Und eines um ein Snapshot zu löschen.
Prüfen ob snapper installiert ist. Snapper installieren.
dpkg -l | grep -e snapper sudo apt install snapper
Konfiguration mit Namen „root“ einrichten. „snapper-timeline.timer“ war nach der Installation bereits aktiv. Mit „create“ lässt sich manuell ein Snapshot erstellen und „list“ zeigt alle snapshots an.
sudo snapper -c root create-config / sudo systemctl status snapper-timeline.timer sudo snapper -c root create -d "Manueller snapshot test" sudo snapper -c root list
Weitere Kommandos finden sich hier. Sortiert von kurzen nach ausführlicheren Artikeln: